Aug 18

Bis rauf zum Polarkreis – 5 – Hyvinkää

Eigentlich hatten wir dran gedacht, doch nochmal nach Helsinki zu fahren, aber irgendwie stand spontan nix auf unserer Besuchsliste, also haben wir umdisponiert und beschlossen, das Eisenbahnmuseum in Hyvinkää (der Ort, in dem unsere Gastgeber wohnen) zu besuchen. Also, nachdem wir wieder gründlich ausgeschlafen und gefrühstückt haben.

Zu erst jedoch sind wir zum Bahnhof gelaufen, um dort dann unsere Reservierungen umzuwandeln. Wir hatten eine sehr bemühte, allerdings auch etwas verwirrte Bahnangestellte, die uns für jeden Zug sagen wollte, von welchem Gleis dieser abfahren würde. Mal davon ab, dass wir dies ja in jedem Bahnhof auch feststellen würden, sind ihr die Englischen Worte nicht eingefallen. War nicht ganz so effektiv dadurch.

Ein kurzes Mittagessen im goldenen M später, haben wir abgestimmt, was wir denn nun machen sollen. Lieber noch ein Stück in die Stadt und einen Supermarkt besuchen oder lieber Eisenbahnen sehen.

Da die Kinder drauf spekulierten, dass wir nach dem einkaufen wieder zurück in den Garten gehen würden und sie weiter Äpfel sammeln könnten, entschieden sie sich fürs Einkaufen.

Vor dem Einkaufszentrum haben wir dann eine tolle Musikinstallation gefunden, die erstmal begeistert ausprobiert werden musste.


Im Supermarkt besorgte die Zahnfee (*hüstel*) noch schnell ein paar Muminfiguren, denn K2 hatte wieder einen Zahn verloren und dies kam so überraschend, dass keine Klitzekleinigkeit an der Hand war. Und dann habe ich es gefunden, das Regal, bei dem ich mich so schwer zusammenreissen musste, nicht einfach alles einzupacken. Hallo Vernunft, wir werden noch viel Spaß haben, diesen Urlaub.


Es wurde nur ein Teller, aber das Motiv ist eindeutig meins, mit dem Seemann und dem Meer.

Zurück sind wir durch die Wohngegenden gelaufen und haben uns die vielen schönen neuen Holzhäuschen angeguckt und davon geträumt, wie schön es doch wäre, in einem zu wohnen.

Und dann wurden die Koffer neugepackt, denn am nächsten Morgen ging die Rundreise ja richtig los.

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Aug 18

Bis rauf zum Polarkreis.. 4 – Helsinki

Wenn man im Urlaub bei Freunden ist, kann es passieren, dass alle erst sehr spät ins Bett gehen. Und dementsprechend spät aufstehen. Ja, auch die Kinder.

Nachdem wir also dementsprechend relativ spät erst los gekommen sind, haben wir erstmal einen Supermarkt besucht. Meine Mama und eine sehr liebe Freundin von mir lieben Lakritz und da sind wir hier ja genau richtig.


Dann haben wir an der Bushaltestelle auf den Überlandbus gewartet. Weil die Bushaltestelle in Hyvinkää selbst liegt, gab es auch Fahrpläne. Allerdings für den normalen Stadtbus, nicht für den Überlandbus. Ich fand es ziemlich abenteuerlich, aber der Mann war sehr zuversichtlich, dass da irgendwann unser Bus kommen würde.

Ein Bus kam. Wir freuten uns.. es war jedoch nur ein normaler Stadtbus. Kam an dieser Haltestelle wirklich der Überlandbus?

Ja, er kam und wir sind sogar zur Happy Hour gefahren und haben somit nur 20 Euro für alle bezahlt. Der Busfahrer war ziemlich rasant unterwegs, Geschwindigkeitsbegrenzungen haben für ihn vermutlich nur Dekoration bedeutet und seine Überholmanöver haben mich sehr an die “Killing Machines” äh Überlandbusse in Indonesien erinnert.

In Helsinki fuhr der Bus dann in eine Tiefgarageneinfahrt und da waren wir dann im Kampoo angekommen.

Und was macht man dann so als Tourist in Helsinki? Wir sind erstmal ins Forum gegangen und haben den Muminshop besucht. Es gab quasi alles und dementsprechend viel hätten wir gern mitgenommen. Aber ach, die Vernunft war stärker. Und so ist nur das Snorkfräulein bei uns eingezogen, ein Becher, eine Brotbox und ein Lippgloss. Und ein Babybody, der reist jedoch bald weiter.

Und dann sind wir weiter, Richtung Fährhafen, durch die Gassen Helsinkis, denn wir wollten zum Korkeasaari, dem Zoo Helsinkis, der auf einer der vielen Inseln liegt. Zwischendrin haben wir schnell ein Stück Pizza gegessen.

Am Hafen angekommen waren wir zu früh für die Fähre, haben daher einfach den fantastischen Blick und die Schiffe genossen.



Der Zoo hat recht große Gehege, wir konnten nur die Tigerbabies sehen bei den Raubkatzen. Aber wir haben sonst auch Rentiere, Elche, Bären, Uhus und viele andere Tiere gesehen. Und traumhaft schönem Wetter auch alle etwas Farbe bekommen.


Die Rückfahrt war fast noch schöner, weil das Boot getrocknet war und man auf den äußeren Plätzen sitzen konnte.


 Dann sind wir zum Bahnhof gelaufen, um unsere Reservierungen in Tickets um zu wandeln, damit wir dann mit dem Zug durch die Gegend fahren können. Aber ach.. die Nummernvergabe wurde schon um 17:30 geschlossen, weil das Reisezentrum um 18:00 schliesst. Wir waren um 17:50 da. Dumm gelaufen.


Zurück haben wir dann wieder den Bus genommen, der auf der Rückroute irgendwie länger brauchte, weil er mehr kleine Dörfer abgeklappert hat. War auch okay, K2 ist dann irgendwann kurz vorm Ende eingeschlafen und hat sich so den Akku für die wunderbare Steinofenpizza, die wir dann bei unserem Gastgeber gemacht haben, aufgeladen.

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Aug 15

Bis rauf zum Polarkreis.. 3

Im Flugzeug haben wir sie dann das erste Mal gesehen, die heißgeliebten Mumins. Zwar nur in der Boardzeitung, aber immerhin.

Spannend fand ich, dass direkt nach Besteigen des Flugzeugs die Stewardessen darauf hingewiesen haben, dass man, weil das Flugzeug voll gebucht ist, sein Gepäck doch bitte unter den Sitz des Vordermann schieben soll. So leere Gepäckfächer hab ich selten im Flugzeug erlebt, es stand alles am Boden.

In Helsinki angekommen wurden wir von unserem wunderbarem Gastgeber abgeholt und sind mit Bahn und Taxi zu ihm nach Hause nach Hyvinkää gefahren. Obwohl es immer wieder regnete, waren die Kinder nur im Garten zu finden, wo sie Äpfel sammelten (K1) oder aßen (K2).


Dadurch, dass es in Finnland viel später dunkel wird, als in Deutschland, wurde es echt spät.

Und zum Entzücken der Kinder haben wir alle Muminbettwäsche bekommen. Da konnte man doch nur gut schlafen!

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Aug 14

Bis rauf zum Polarkreis.. 2

Reisen haben ihre ganz eigenen Regeln und interferieren mit normalen Familienregeln ganz schön. 

Eigentlich gucken wir Freitags zusammen einen Film und dann gehen die Kinder spätestens gegen neun, halb zehn schlafen. Den Film haben sie auch geguckt, nur schlafen war vor lauter Aufregung erst ab elf überhaupt möglich. 

K1 verzog sich endlich mit dem zweiten Teil der Sumpflochsaga (ein Hoch auf die Ausleihe des großen A) in ihr Bett. “Nur 5 min lesen, Mama!” K2 jedoch wuselte und quasselte weiter und kam gar nicht zur Ruh. 

Die Nacht war kurz. Sehr kurz, denn K2 kam gegen 3 rüber. Und um 5 klingelte der erste Wecker, etwa eine Stunde zu früh, geplant war eigentlich der Start um sechs. 

Nun, so hatten wir (nachdem wir uns endlich aus dem Bett gequält haben) noch genug Zeit für den Müll und die Blumen. Hatte auch was für sich. 

Um dem ganzen noch eine leicht dramatische Note zu geben, musste K2 plötzlich würgen und verzierte kurz unsere Badewanne. Das hatte ja wirklich noch gefehlt. 

Wir sind dann los, mit leichter Besorgnis, aber in der Hoffnung, dass es nur die Müdigkeit war. 

Natürlich musste sie am Bahnhof nochmals würgen. Aber dank Weltbester Timeline wussten wir dann, dass wir im Flughafen Apotheken finden könnten und sie konnte dann auch wieder was essen, so schlimm war es also nicht. 

Die Fahrt zum Flughafen war relativ ereignislos, wenn man von den ziillarden Fragen “Wann sind wir endlich da?” “Wie lange dauert es denn noch?” “Warum ist der Flughafen soweit weg?” “Müssen wir unser Gepäck noch mitnehmen” mal absieht. 

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Aug 13

Bis rauf zum Polarkreis.. 1

Es gibt Leute, die höchst organisiert sind und schon zwei drei Tage alles gepackt haben und dann nur noch Kleinigkeiten einpacken müssen. 

Und es gibt mich. Dieses Mal hatte ich immerhin schon die Kinder mit einer Liste ausgestattet, mit deren Hilfe sie mit großer Begeisterung ihre Sachen zusammen suchten. Und der Mann hatte seinen Kram auch schon zusammen. 

Und alles lag schon irgendwie im Koffer. Auch hatte ich alle Mitbringsel eingekauft. 

Aber meinen Kram? Freitag hatte ich um 13:30 Schluss gemacht und war von der Arbeit aus in die Stadt gefahren, um mir noch schnell ein paar Shirts zu kaufen, die dann noch schnell gewaschen und getrocknet werden mussten. Und dann konnte ich auch meinen Kram zusammen stellen und alle Koffer packen. 

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