“Juhu, die Socken sind da,” freute sich Miraj und Taraj musste sie direkt gebührend bewundern.
“Hui, sind die schön geworden und farblich passen sie perfekt zu Deinem Hemd, woher wusste die Seemann Mama das nur?”
Mio schnüffelte an Mirajs Füssen und gab dann Köpfchen.
‘Jetzt kann ich ja bald losfahren,’ dachte sich Miraj und setzte sich in den Karton, um noch schnell eine Postkarte für Finnley zu schreiben, falls es ihm die Sprache verschlagen würde, wenn er im kaiserlichen Palast angekommen ist.
‘Lieber Finnley..’
“Was sind das für komische Plastikpäckchen in Deinem Karton?”
“Luft in Tüten. Ich dachte, ich packe sicherheitshalber welche ein, wer weiss, vielleicht gibt es keine Luft auf dem Olymp und sicher ist sicher.”
“Ah, gut, wenn Du meinst..” Taraj hatte schon immer gewusst, dass sein Bruder ein wenig sonderbar war und akzeptierte die Luft in Tüten deswegen achselzuckend.
“Sieht gemütlich aus, wann geht es los?”
“Freitag morgen, noch vor neun will die Monster Mama den Götterboten beauftragen.”
“Oh, so schnell schon? Dann wird es wohl Zeit, dass wir uns verabschieden.”
Miraj kletterte noch einmal aus dem Karton und sah seinen Bruder lange an. Er wusste, dass es dauern würde, bis sie sich wieder sehen würden, wenn es überhaupt mal dazu kommen könnte.
“Ich werd Dich vermissen, Bruderherz.”
“Ich Dich auch.. ich Dich auch..”
Und sie umarmten sich noch einmal innig.
Man hörte von Mio nur lautes Schnurren, während er sich an die Beine der Brüder schmiegte.
Dann sprang Miraj zurück in den Karton und Taraj schaute zu, wie die Monster Mama den Karton vorsichtig schloss.
“Schreib mir mal eine Postkarte, hörst Du? Und mach nicht so viel Unsinn und bring dem kleinen Kaiser nicht allen Blödsinn bei, den das kleine Monsterchen so macht, ja? Und eine gute Reise wünsche ich Dir, eine ganz schnelle, so schnell Dich des Götterboten Flügel tragen können.”
Aus dem Karton kamen gedämpfte Geräusche, Miraj musste sich doch ein wenig an die Dunkelheit gewöhnen und irgendwie war der Platz doch weniger als gedacht. Schliesslich, bevor er in den Reiseschlaf verfiehl, rief er seinem Bruder noch Abschiedsworte zu:
“Machs gut, Bruderherz und viel Spass mit dem Monsterkind und bis hoffentlich bald”.
Dann fiehlen ihm die Augen zu, und man hörte aus dem Karton nur noch leises Schnarchen.
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Yvonne, das Päckchen hab ich heute morgen abgegeben, extra so früh, dass es heute noch mitkommt. Wenn Hermes gut ist, sollte es am Montag ankommen.
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Das ist übrigens der Grund, warum Miraj so wenig Platz hatte: