Archive for November, 2008

Nov 28

Irgendwann sehen wir uns wieder, in meinen Träumen, in unseren Liedern

Morgen ist die Beisetzung einer Freundin von mir und dass ich nicht dabei sein kann, bedauer ich sehr. Es ist nicht so, als ob wir in ihren letzten Monaten Kontakt gehabt hätten, dafür war sie zu eigen, zu kompliziert, zu wegstossend, wenn sie nicht wollte. Es ist auch nicht so, als wären wir die engsten Freundinnen gewesen und doch habe ich mit ihr Dinge ihres Lebens erlebt, die ich nie vergessen werde.  

Mit Mitte 30 an Krebs zu sterben, der einen seit dem 20 Lebensjahr verfolgt, einem Krebs, wo die Überlebensprognosen nie gut aussahen, ist viel zu früh. Ein kleines Mädchen von 6 oder 7 Jahren alleine lassen zu müssen, ist viel zu früh. Und doch ist dieser Tod einer derjenigen, wo ich nur sagen kann “endlich”. Und es tut weh, dieses endlich, denn auch wenn es die Wahrheit ist, bleibt es zu früh.   

Würde ich die Onkels (ich weiss nicht mal, wie sie geschrieben werden) hören, würde ich morgen gegen 13 das Lied hören. So bleibt mir nur an Dich zu denken. Und irgendwann sehen wir uns wieder.. 

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Nov 08

Op-Termin fix

Manchmal, wenn ich vor mich hinträume, wünsche ich mir einen ganz normalen Körper. Einen, der nicht bei der Schwangerschaft in Panik ausgebrochen ist und mir bis zur 22 Woche Kotzerei angedreht hat, um dann recht nahtlos in Nierenstau + koliken und extremen Wassereinlagerungen über zu gehen. Einen, der nicht irgendwelche Schmerzen an Stellen zeigt, wo nix ist, nix sein kann, ich mir alles nur einbilden soll. Einen, der nicht so extrem an Gewicht zugelegt hat, von dem mir immer noch nicht klar ist, warum es so extrem geworden ist.

Manchmal treffe ich aber auch einen Arzt oder in diesem Fall eine Ärztin, die sich meine Probleme anhört und alles nicht direkt als Humbug, als Einbildung, als Ruf nach Aufmerksamkeit abtut. Der verschiedene Untersuchungen macht und schlussendlich tatsächlich findet, was mein Problem ist. Nein, keine chronisch verschleppte Magenschleimhautentzündung, kein Magengeschwür. Gallensteine sind der Grund, warum ich nix fettiges Essen kann, ohne danach das Gefühl zu haben, mir haut jemand in den Magen, der Grund, warum ich weder warmen Alkohol (sowas wie Honigmet oder Glühwein) und Sekt und im Laufe der zeit dann allen Alkohol trinken konnte, ohne dass ich Atemlos vor Krämpfen in die Hocke gehen musste, um irgendwann wieder schmerzfrei zu sein.

Und für die Galle gibts tatsächlich eine einfache Lösung. Sie muss raus. Am 02.12.08 wird meine entfernt und ganz ehrlich gesagt, ich freu mich auf die OP, soweit man sich auf eine OP freuen kann. Denn es tut wieder weh, nicht kolikmässig, sondern kontinuierlich schmerzlich, ganz egal, was ich esse, ich kanns maximal noch verschlimmern. Wenn bei der OP nicht irgendwas megamässig schief läuft, dann ist das ganze Drama in absehbarer Zeit ausgestanden und ich habe ein kleines Stückchen Lebensqualität zurück.

(Ich befürchte übrigens, dass ich mich im Krankenhaus zu Tode langweilen werde, hoffe auf viele Anrufe und nehme mein Strickzeug und ein, zwei Bücher mit.)

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