In dem Moment, wo sich das Gegenüber unglaublich über etwas selbstgemachtes freut, freue ich mich auch. Denn es steckt immer viel Herzblut in meinen Kreationen, seien es Taschen, Kissen, Socken oder Puppen, Bären und anderes selbstgemachtes. Besonders freut es mich, wenn mein Gegenüber sagen wir mal 2 Jahre alt ist und sich unglaublich freut, wenn Mama wieder etwas fertig bekommen hat. Es macht mich total happy, dass meine Motte sich hochkonzentriert die scheusslichste Wolle und eine Häkelnadel schnappt und dann irgendwelche sonderbaren Dinge versucht. “Mama, ich auch schtricken.” Meistens gibt sie nach ein paar Minuten auf und sagt dann “Mama, ganz schnell schtricken.” Was wohl so viel heissen soll wie, mir gefällt was Du machst, machst Du bitte weiter? Sie liebt auch die selbstgestrickten Socken und wenn sie meine Stricktüte findet, bringt sie sie mir, damit ich ja weiter machen kann. Aber eigentlich stricke ich grade gar nicht. Ich häkel. Mit wachsender Begeisterung. Was genau? Das hier:
Das sind zwei Erdbeeren, eine ‘trone und eine Mandarine. Vorhin habe ich, weil mein Lieblingswolldealer schon zu hatte und ich irgendwie keine richtigen blau oder lila Unifarben da habe, zu einem billigen Warenhaus gegangen und hab dort eine pflaumenblaue Wolle gekauft. Sie lachte mich einfach so an und nun grübel ich, wie man am besten Pflaumen häkelt. Und das Kind? Das freut sich schon.